Bad Münstereifel: NRW-Stiftung gibt weitere Hilfe für den Astropeiler

Signal für den baldigen Beginn der Restaurierungsarbeiten
Bad Münstereifel, 28.06.2006. Rund 300.000 Euro stellt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die
Restaurierung der großen Satellitenschüssel des Radioteleskops auf dem Stockert bereit. Dies beschloss jetzt (23.06.) der Vorstand der NRW-Stiftung, die das denkmalgeschützte Bauwerk auf Anregung des Fördervereins Astropeiler e.V. im vergangenen Jahr kaufte, um es zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen.

Das 1956 erbaute Pionierteleskop mit seiner 25 Meter messenden Schüssel galt einst als Vorzeigeobjekt im Wirtschaftswunderdeutschland. Als eines der modernsten Radioteleskope lenkte es über viele Jahre das Interesse von Astrophysikern aus aller Welt auf den Höhenrücken nach Bad Münstereifel. Neben Radioastronomen nutzte auch die Bundeswehr das Radioteleskop, bis dann Mitte der 1980er Jahre der Betrieb endgültig eingestellt wurde und der Astropeiler nur noch für ein paar Jahre als als Ausbildungsstätte genutzt wurde.
Nachdem zuletzt ein Unternehmen aus der Musikbranche das Gebäude nutzte, kaufte es die NRW-Stiftung vor einem Jahr, um den Astropeiler als technisches Denkmal auf Dauer erhalten und öffentlich zugänglich machen, Weil der Stahlkranz der Empfangsschüssel bereits erhebliche Korrosionsschäden aufweist, soll mit seiner Restaurierung in Kürze begonnen werden. Weitere finanzielle Hilfen für diese Maßnahme sind von der Bezirksregierung Köln und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bereits bewilligt oder in Aussicht gestellt.
Der Erhalt des Astropeilers gehört zu den rund 1.500 Maßnahmen, mit denen die NRW-Stiftung die Arbeit von Vereinen und Verbänden für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege unterstützt. Im Bad Münstereifel half sie beispielsweise auch beim Erhalt der Schwanenapotheke oder bei der Einrichtung der Werther Tors als Museum. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hauptsächlich aus den Zweckerträgen der sogenannten Rubbellos-Lotterie, außerdem aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.



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