FREIGESCHALTET AUF SCHLOSS DRACHENBURG IN KÖNIGSWINTER

NEUE INTERNETPRÄSENZ GIBT UMFASSENDEN ÜBERBLICK ÜBER BURGEN IN NORDRHEIN-WESTFALEN

Königswinter, 14.02.2014. Wie viele Burgen gibt es europaweit und in Deutschland? Und wie viele sind es eigentlich in Nordrhein-Westfalen? – Die Antwort kann das Europäische Burgeninstitut (EBI) der Deutschen Burgenvereinigung e. V. liefern. Das Institut ist damit befasst, alle Burgen in Deutschland und teilweise auch Europa mittels einer zentralen EDV-gestützten Datenbank zu erfassen, wissenschaftlich aufzuarbeiten und im Internet zugänglich zu machen. Für Nordrhein-Westfalen liegen die Daten jetzt vor, die in den letzten drei Jahren mit maßgeblicher Unterstützung der NRW-Stiftung erhoben werden konnten. Es sind im Ergebnis landesweit exakt 2.207 Burgen, die nun im Internet unter www.ebidat.de aufgerufen werden können.

Gemeinsamen mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern dieses ungewöhnlichen Projektes schaltet die frühere Kölner Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, die zugleich Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung und Mitglied im Vorstand der NRW-Stiftung ist, die neue Internetpräsenz jetzt auf Schloss Drachenburg offiziell frei. EBI-Institutsleiter Dr. Reinhard Friedrich, Elmar Knieps vom Landschaftsverband Rheinland und die Stiftungsgeschäftsführerin Martina Grote erläuterten die mehrjährigen Arbeiten für das Projekt und die Funktionsweise der neuen Internetseiten, auf denen die Ergebnisse etwa nach Bundesländern und Kreisen sortiert abrufbar sind. So sind es allein Im Rhein-Sieg-Kreis 110 Burgen, die aufgelistet und beschrieben werden.

Die neue Datenbank liefert erstmals einen wissenschaftlich fundierten Gesamtüberblick über alle Burgentypen und deren Überlieferungsformen in Deutschland. Zugleich kann die allgemein verständlich geschriebene, populär gestaltete Internetpräsenz, so betonen die Projektbetreuer, allen Interessenten als Vorbereitungshilfe für Exkursionen dienen. Und auch dieser Hinweis fehlte bei der Präsentation nicht: Die Datenbank bietet eine hervorragende Orientierung für alle, die sich selbst für die Erhaltung und Pflege des mittelalterlichen Burgenerbes engagieren möchten.


Sie stellten gemeinsam die neue Internetseite vor (v. l.): Martina Grote, Geschäftsführerin der NRW-Stiftung, Dr. Reinhard Friedrich vom Europäischen Burgen-Institut, Prof. Barbara Schock-Werner vom Vorstand der NRW-Stiftung und Elmar Knieps vom Landschaftsverband Rheinland (Foto: Knut Katter).
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Ein Blick in die Datenbank von ebidat: www.ebidat.de
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