"WEGWEISER" FÜR BESONDERES ENGAGEMENT GEHT DIESES JAHR NACH KLEVE

GERLINDE SEMRAU-LENSING ERHÄLT LANDESWEITEN EHRENAMTSPREIS DER NRW-STIFTUNG

Für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Heimat- und Kulturpflege erhielt Gerlinde Semrau-Lensing aus Kleve am Wochenende den "WegWeiser" des Fördervereins der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Mit diesem Preis wird landesweit einmal im Jahr eine Person oder eine Gruppe ausgezeichnet, die sich beispielhaft für den Naturschutz oder die Heimat- und Kulturpflege in NRW einsetzt. Vor mehr als 300 Gästen überreichte der Vorsitzende des Fördervereins, Staatsminister a.D. Michael Breuer, den Preis auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins in Essen. In der Begründung der Preisverleihung heißt es, Gerlinde Semrau-Lensing sei es zu ver-danken, dass in der historischen Parklandschaft Galleien/Alter Park eine Wegeverbindung zwischen der Schwanenburg in Kleve, dem Prinz-Moritz-Grabmal und dem Schloss Moyland wieder hergestellt bzw. neu angelegt werden konnte. Durch die Wegeverbindungen sind die Spuren und Strukturen der Gartenkunst, die Prinz Johann Moritz von Nassau-Siegen im 17. Jahrhundert vor der Residenzstadt Kleve anlegen ließ wieder miteinander verbunden und somit für alle Besucher begehbar. Semrau-Lensing stellte dazu im Jahr 2003 einen Bürgerantrag. Seitdem setzt sie sich zusammen mit dem dafür gegründeten Arbeitskreis Kermisdahl-Wetering im Klevischen Verein für Kultur und Geschichte für die Wiederherstellung und den Erhalt des historischen Landschaftsparks Galleien/Alter Park ein – mit tatkräftigem und hartnäckigem Engagement. "Zum Ehrenamt haben wir einmal "Ja" gesagt und sind bisher dabei geblieben – ohne Reue", sagte die Kleverin bei der Preisverleihung in Essen. "Wir haben angepackt, was notwendig war zu tun und haben uns vor keiner Aufgabe gedrückt." Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung unterstützte dann auf Antrag des Arbeitskreises die Einrichtung eines Besucherleitsystems entlang der insgesamt 10 Kilometer langen Wegeverbindung und die Wiederanpflanzung einer historischen Allee in den Galleien, die jedoch bisher noch nicht umgesetzt werden konnte. Das jahrelange persönliche Engagement von Gerlinde Semrau-Lensing würdigte die NRW-Stiftung jetzt mit der Verleihung des Ehrenamtspreises. Der WegWeiser wurde vom ehemaligen stellvertretenden Präsidenten der NRW-Stiftung, Professor Eberhard Weise, gestiftet und in den vergangenen Jahren achtmal verliehen. So gab es diese Auszeichnung beispielsweise für den Schutz der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke, für den Erhalt denkmalgeschützter Zechentürme im Ruhrgebiet oder für den Einsatz zur Pflege und Entwicklung des Naturschutzgebietes "Fleuthkuhlen" bei Issum. Der Preis ist eine von dem Leverkusener Künstler Kurt Arentz geschaffene Bronzeskulptur, die symbolträchtig einen "Stein ins Rollen bringt". Über 7.800 Mitgliedschaften, darunter auch zahlreiche Städte, Kreise, Vereine und Firmen, zählt inzwischen der Förderverein der NRW-Stiftung. Für die Fördermöglichkeiten der Nordrhein-Westfalen-Stiftung gewinnen die Mitgliederbeiträge und Spenden zunehmend an Bedeutung.


Michael Breuer, Vorsitzender des Förderverein NRW-Stiftung überreicht den Wegweiserpreis an Gerlinde Semrau-Lensing.
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