AUSGEZEICHNET MIT DEM "WEGWEISER" FÜR JAHRELANGEN EINSATZ IM NATURSCHUTZ

KARL-HEINZ ALBRECHT ERHÄLT LANDESWEITEN EHRENAMTSPREIS DER NRW-STIFTUNG

Für seine ehrenamtliche Arbeit im Naturschutz erhielt Karl-Heinz Albrecht aus Unna-Mühlhausen jetzt den "WegWeiser" des Fördervereins der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Mit diesem Preis wird landesweit einmal im Jahr eine Person oder eine Gruppe ausgezeichnet, die sich beispielhaft für den Naturschutz oder die Heimat- und Kulturpflege in NRW einsetzt. Vor rund 400 Gästen überreichte der Ehrenpräsident der NRW-Stiftung und Vorsitzende ihres Fördervereins, Staatsminister a.D. Franz-Josef Kniola, den Preis am vergangenen Samstag auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins in Dortmund. Vor fast 30 Jahren, lange bevor die Uelzener Heide und Mühlhauser Mark Naturschutzgebiet wurden, bemühte sich Karl-Heinz Albrecht bereits um eine naturnahe Landwirtschaft auf den Flächen und begann damit, den Kopfweiden-Schnitt in Unna-Mühlhausen zu organisieren. Mittlerweile ist der erste Samstag im Jahr traditionell der "Tag der Weide" in Unna-Mühlhausen. Dann rücken 50 bis 100 Helfer aus, um die Bäume zu schneiteln und neu zu pflanzen. Daneben gibt es noch viele andere Aktivitäten für Karl-Heinz Albrecht und seine Freunde, die er mit seinem Eifer angesteckt hat. So befreiten sie in dem heutigen Naturschutzgebiet etliche Quellen und rund 600 Meter Bachlauf aus Betonröhren. Rund 20 Jahre ist es her, dass die Mühlhausener die erste Fläche, den "Rebhuhnacker", kauften, damit hier wieder Grünland und ein Teich entstehen konnten. Mittlerweile gehören ihnen 19 Parzellen mit insgesamt über 270.000 Quadratmetern Fläche. Das Geld stammt aus Spenden, die Albrecht einwirbt, um "Land für die Natur zu kaufen", und aus Zuschüssen der NRW-Stiftung. Warum der gelernte Ingenieur begann, sich für den Schutz der Natur zu engagieren? Karl-Heinz Albrecht hat eine entwaffnend einfach Begründung: "Ich bin doch von hier!" Einem Ritterschlag kommt es gleich, von Karl-Heinz Albrecht zur Vorarbeiterin oder zum Vorarbeiter ernannt zu werden – eine Auszeichnung, die man sich erst durch Fleiß verdienen muss. "Der Erfolg der Umweltschützer in Unna-Mühlhausen hat viele Unterstützer. Aber keiner ist so begeistert und unermüdlich wie der über 70-jährige Karl-Heinz Albrecht. Sein ansteckender Optimismus und sein Tatendrang reißen auch viele andere mit", so Kniola bei der Preisverleihung. In den vergangenen Jahren wurde der "WegWeiser", der vom ehemaligen stellvertretenden Präsidenten der NRW-Stiftung, Professor Eberhard Weise, gestiftet wurde, erst sechsmal verliehen, beispielsweise für den Schutz der Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke, für den Erhalt heute denkmalgeschützter Zechentürme im Ruhrgebiet oder für den Einsatz zur Restaurierung des Klosters Bredelar im Sauerland. Der Preis ist eine von dem Leverkusener Künstler Kurt Arentz geschaffene Bronzeskulptur, die symbolträchtig einen "Stein ins Rollen bringt". Der Förderverein der NRW-Stiftung zählt mittlerweile über 7.200 Mitgliedschaften, darunter auch zahlreiche Städte, Kreise, Vereine und Firmen. Für die Arbeit der NRW-Stiftung gewinnen die Mitgliederbeiträge und Spenden zunehmend an Bedeutung.


Karl-Heinz Albrecht (re.) aus Unna-Mülhausen erhielt den Ehrenamtspreis aus den Händen von Staatsminister a.D. Franz-Josef Kniola, der Vorsitzender des Fördervereins der NRW-Stiftung ist.
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NRW-Städtebauminister Oliver Wittke (re.) gehörte zu den ersten, die Karl-Heinz Albrecht zum frisch verliehenen Ehrenamtspreis gratulierten.
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