EIN GROSSPROJEKT DER NRW-STIFTUNG

WEITERE HILFE FÜR DAS VOGELPARADIES HETTER

Die NRW-Stiftung wird rund 350.00 Euro für das Naturschutzgebiet "Hetter-Millinger Bruch" bereitstellen, um den Wert des Gebietes als Lebensraum für gefährdete Arten weiter zu verbessern. Das beschloss der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz seines neuen Präsidenten, dem früheren Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert MdB, am 17.12.2007 in Düsseldorf. Seit 1991 hat die NRW-Stiftung auf Antrag des Naturschutzbundes NABU rund 81 Hektar Land für Zwecke des Naturschutzes in dem Naturschutzgebiet erworben. Das Gebiet zählt zu den wertvollsten Feuchtwiesengebieten der Unteren Rheinniederung, ist Bestandteil des Natura 2000-Netzwerkes und beherbergt unter anderem die "Top Five" der Wiesenlimikolen, zu denen Uferschnepfe, Kiebitz, Bekassine, Rotschenkel und Großer Brachvogel gehören. Als "Patenkind" des verstorbenen Kabarettisten Hanns-Dieter Hüsch ist die Hetter zudem über den Niederrhein hinaus bekannt geworden. Die Ergebnisse der Brutvogelkartierung der NABU Naturschutzstation aus den vergangenen Jahren zeigen jedoch eine rückläufige Tendenz, vor allem der Bestand der Uferschnepfe hat abgenommen und beträgt derzeit nur noch 25-50 Brutpaare. Der NABU und das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve möchten nun mit dem Zuschuss der NRW-Stiftung den Lebensraum für die gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in der Hetter deutlich verbessern und haben dafür auch weitere Hilfe beim Land NRW und beim LIFE+ Programm der Europäischen Union beantragt. Dazu sollen neue Blänken angelegt und alte, verlandete wieder frei gelegt werden. Durch eine Abflachung der Uferwälle und die Anlage eines Ringgraben-Systems soll der Grundwasserstand demnächst bis in das Frühjahr in Flurnähe gehalten werden, ohne dass es Probleme auf den Nachbarflächen gibt. Zudem sollen einige zusätzliche Grundstücke für eine Erweiterung des Naturschutzgebietes gekauft werden. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die NRW-Stiftung aus den Erträgen der Rubbellos-Lotterie, zunehmend aber auch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins, für den Hanns Dieter Hüsch seinerzeit die Hetter-Patenschaft übernommen hat.



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