EIN "WEGWEISER" FÜR JAHRELANGES ENGAGEMENT

LANDESWEITER EHRENAMTSPREIS GEHT AN DR. ALFONS ROLF BENSE AUS PETERSHAGEN

Für seinen ehrenamtlichen Einsatz erhielt Dr. Dr. Alfons Rolf Bense aus Petershagen jetzt den "WegWeiser" des Fördervereins der Nordrhein-Westfalen- Stiftung. Mit diesem Preis wird landesweit einmal im Jahr eine Person oder eine Gruppe ausgezeichnet, die sich beispielhaft für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege in NRW einsetzt. Der Vorsitzende des Fördervereins der Nordrhein-Westfalen- Stiftung, Staatsminister a. D. Franz-Josef Kniola, überreichte den Preis am vergangenen Wochenende bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis). Kniola lobte vor allem den beispielhaften ehrenamtlichen Einsatz und das Fachwissen, mit dem sich Alfons Bense seit mehr als 20 Jahren für die wild lebenden Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke einsetzt. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement in der lokalen "Windheimer Storchen-Initiative e. V." ist der Facharzt für Innere Medizin und für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie seit 1990 auch Vorstandsmitglied des "Aktionskomitees Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke". Das Komitee führt mit maßgeblicher Unterstützung der Nordrhein-Westfalen-Stiftung erfolgreich ein Programm zum Schutz der frei lebenden Weißstörche in den Weserauen durch. Nachdem die Zahl der Weißstörche in den 1980er Jahren auf nur drei Brutpaare gesunken war, leben heute wieder 22 brütende Paare im äußersten Zipfel des Landes NRW. Bense, der in seiner Freizeit die Jungvögel in ihren Nestern auf den Dächern von Petershagen beringt, hat viel Wissenswertes über die Weißstörche in seinem Buch "Altes Storchenland an Weser, Bastau und Dümmer" zusammengetragen. Der diesjährige Preisträger ist zudem auch stellvertretender Vorsitzender des Vereins "Denk-Mal! Windheim No. 2". Mit den Mitgliedern des Vereins konnte Bense ein über 300 Jahre altes, denkmalgeschütztes Fachwerkhaus inmitten des Petershäger Dorfes Windheim vor dem Abriss retten und es restaurieren. Das Aktionskomitee konnte darin mit maßgeblicher Unterstützung der NRW-Stiftung ein Storchen-Museum einrichten, das vor drei Jahren eröffnet wurde. In den vergangenen Jahren wurde der "WegWeiser", der vom ehemaligen stellvertretenden Präsidenten der NRW-Stiftung, Professor Eberhard Weise, gestiftet wurde, erst fünfmal verliehen, beispielsweise für den Erhalt heute denkmalgeschützter Zechentürme im Ruhrgebiet, für den Einsatz zur Restaurierung des Klosters Bredelar im Sauerland oder für beispielhafte Naturschutzarbeit im Kreis Kleve. Der Preis ist eine vom dem Leverkusener Künstler Kurt Arentz geschaffene Bronzeskulptur, die symbolträchtig einen "Stein in Rollen bringt". "Sie haben an der Weser vieles ins Rollen gebracht", lobte Kniola den Einsatz Benses vor über 400 Gästen, darunter auch die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Regina van Dinther und der ehemalige Hobbythek-Moderator Jean Pütz. Der Förderverein der NRW-Stiftung hat derzeit rund 6.800 Mitglieder, dazu gehören auch zahlreiche Städte und Kreise. Ihre Mittel erhält die NRW-Stiftung aus den Erträgen der Rubbellos-Lotterie, zunehmend aber auch aus Beiträgen und Spenden des Fördervereins, in dem jeder für einen Jahresbeitrag von 20 bis 25 Euro Mitglied werden kann.


Der Naturschützer Dr. Alfons R. Bense kümmert sich seit Jahren um die wild lebenden Weißstörche in den Weserauen. (Foto: Lars Langemeier)
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Zur Übergabe des "WegWeisers" an Dr. Bense (2.v.l.) gratulierten in Hattingen Umweltdezernent Dr. Jürgen Striet (l.), seine Frau Anke Harbrecht-Bense und Lothar Meckling vom Vorstand des "Aktionskomitees Rettet die Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke".
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Vor über 400 Gästen erhielt Dr. Dr. Alfons R. Bense (li.) aus der Hand von Staatsminister a. D. Franz-Josef Kniola de "WegWeiser" für herausragendes ehrenamtliches Engagement. (Foto: W. Stapelfeld)
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