WEITERE 200.000 EURO FÜR DIE INSTANDSETZUNG

DEUTSCHE STIFTUNG DENKMALSCHUTZ GIBT ZUSCHUSS FÜR DEN ASTROPEILER

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wird für Instandsetzungsarbeiten am Radioteleskop in Bad Münstereifel einen Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro geben. Eine entsprechende Zusage überreichten jetzt Ingeborg Wimheuer und Reinold M. Fries als Ortskuratoren der Denkmalstiftung an den Vizepräsidenten der NRW-Stiftung, Prof. Dr. Wolfgang Schumacher. Auf Anregung des Fördervereins Astropeiler e.V. hatte die NRW-Stiftung das Radioteleskop auf dem Stockert im Herbst 2005 erworben, um es als technisches Denkmal zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen. Das 1956 erbaute Pionierteleskop mit seiner weithin sichtbaren, 25 Meter messenden Schüssel galt einst als Vorzeigeobjekt im Wirtschaftswunderdeutschland. Als eines der modernsten Radioteleskope lenkte es über viele Jahre das Interesse von Astrophysikern aus aller Welt auf den Höhenrücken nach Bad Münstereifel. Neben Radioastronomen nutzte zeitweise auch die Bundeswehr das Radioteleskop. Nachdem Mitte der 1980er Jahre der Betrieb endgültig eingestellt wurde, diente der Astropeiler noch für ein paar Jahre als Ausbildungsstätte. Nach dem Kauf hatte die NRW-Stiftung kürzlich 300.000 Euro für einen Teil der Instandsetzungsarbeiten zur Verfügung gestellt. Mit dem Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kann nun kurzfristig mit den notwendigen Korrosionsschutzarbeiten am Radarschirm begonnen werden, auch die Bezirksregierung in Köln hat dafür Mittel bewilligt. Mit vereinten Kräften gelinge es, den Astropeiler als ein über die Grenzen der Eifel hinaus bekanntes und in der Forschungsgeschichte der Radioastronomie wichtiges Denkmal zu erhalten, betonten Bad Münstereifels Bürgermeister Alexander Büttner und Helmut Tholen vom Vorstand des Fördervereins, die gemeinsam mit den beiden Stiftungen die Bedeutung des Radioteleskops erläuterten. In dem technischen Denkmal soll eine Ausstellung zur Geschichte der Radioastronomie in Deutschland eingerichtet werden, das Gebäude soll zudem für wissenschaftliche, pädagogische und künstlerische Veranstaltungen genutzt werden. Während die NRW-Stiftung das Geld für ihre Arbeiten hauptsächlich aus den Erträgen der Rubbellos-Lotterie erhält, finanziert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihre Arbeit überwiegend aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale. Beide Stiftungen erhalten zudem Spenden bzw. Mitgliedsbeiträge. Seit 2002 wird die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Raum Bonn/Rhein-Sieg von einem ehrenamtlichen Ortskuratorium unter der Leitung von Ingeborg Wimheuer unterstützt.


Frau Ingeborg Wimheuer, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Prof. Dr. Wolfgang Schumacher, Vizepräsident der NRW-Stiftung.
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