NEUEROEFFNUNG DES NEANDERTHAL MUSEUMS

DAUERAUSSTELLUNG PRÄSENTIERT SICH IN NEUEM GEWAND

Am 10. Oktober 1996 wurde das Neanderthal Museum in Mettmann in Gegenwart des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog und begleitet von weltweiter Aufmerksamkeit eröffnet. 1,8 Millionen Menschen haben seither dem Neanderthaler – dem "berühmtesten Deutschen" (so titelte in diesem Jahr "Die Zeit") – ihre Aufwartung gemacht und sich im Museum auf die spannende Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte der Menschheit begeben. Auf den Tag genau zehn Jahre nach der Einweihung ist es nun so weit: Das Neanderthal Museum eröffnet im Jubiläumsjahr des Neanderthalers (der legendäre Skelettfund jährt sich zum 150. Mal) die neu gestaltete Dauerausstellung. Ermöglicht wurde die Neugestaltung durch die beiden Partner der ersten Stunde, die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege und die RWE AG. Die Inhalte der Ausstellung wurden auf den aktuellen Stand der Wissenschaft gebracht, neue Elemente wurden in die Ausstellung integriert, und auch das Design der einzelnen Themenbereiche wurde komplett überarbeitet. Der grafische Auftritt kommt nun in frischem Grün daher, die Erläuterungstexte wurden aktualisiert, und das Audiosystem wurde um eigens für Kinder konzipierte Texte ergänzt. Die neuen Elemente der Ausstellung setzen auf das Erleben und (Be-)Greifen: So wurde zum Beispiel ein modellhafter Höhlenraum installiert, in den die Besucher nur den Kopf hineinstecken können und mittels Projektionen einzigartiger Bilder der Höhlenmalerei ein echtes Raumerlebnis haben. Eine überdimensionale "Werkbank der Erfindungen" präsentiert vom Feuerstein bis zur Brennstoffzelle Meilensteine menschlichen Erfindergeistes. Was die Medizintechnik heute vermag, veranschaulicht ein "Mensch aus Ersatzteilen". "Forscherboxen" mit zusätzlichen Informationen, aktuellen Beiträgen, Exponaten und Bildern laden zum Stöbern im Archiv der Wissenschaft ein. Der Themenfilm "Aggression" wurde um den 11. September ergänzt. Der Themenraum "Kommunikation" wurde umgebaut und zeigt nun auch die soziale Entwicklung der Menschheit – vom Entstehen menschlicher Gemeinschaft bis hin zur Staatenbildung und modernen Gesellschaftsformen. Wichtiges Element zur vertiefenden Information bleiben die PC-Stationen, deren Inhalte ebenfalls überarbeitet wurden. Und wer möchte, kann jetzt sogar vom Museum aus einen Blick auf sein Zuhause werfen: Mit Google Map lassen sich im Museum die neuesten Satellitenbilder auf den PC holen. Bei allen Neuerungen bleibt das erfolgreiche Grundkonzept des Museums mit seinen Themenabteilungen erhalten. Gleichwohl ist es für das Renommee des Museums als Bildungsort für Menschen aller Bevölkerungsgruppen – vom Schulkind bis zum Wissenschafter – unverzichtbar, in Inhalt und Form der Wissensvermittlung auf der Höhe der Zeit zu sein. "Das Neanderthal Museum hat sich in den vergangenen zehn Jahren als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlicheit national und international fest etabliert. Es ist gelungen, auch schwierige Sachverhalte zu unserer Herkunft und unserem Menschsein verständlich aufzubereiten und manchmal überraschend einfach in Alltagserfahrungen aufzulösen. Mit der Neugestaltung unserer Ausstellung werden wir diese Stärke noch weiter ausbauen", ist sich Museumsdirektor Prof. Dr. Gerd-Christian Weniger sicher. Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 6,50 Euro (inkl. Fundort), ermäßigt 4 Euro.


Neugestaltung des Neanderthal Museum in Mettmann (Foto: Neanderthal Museum, 2006).
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