Das Kolpingmuseum in Kerpen

VON DER SCHUSTERKUGEL ZUM KOLPING-K
 

KIRCHE IM GLASHAUS

SCHUTZBAU FÜR DIE KREUZKIRCHE AUF DEM WITTEKINDSBERG

 
 
 
 
 
 
Im Jahr 2009 konnte der endgültig fertig gestellte Schutzbau für die Kreuzkirche auf dem Wittekindsberg in Minden nach fast zehn Jahren Planungs- und Bauzeit der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die in Lehmmörtel verputzte Grundmauern des Bodendenkmals wurden 1996 bei archäologischen Ausgrabungen entdeckt und erregten rasch große Aufmerksamkeit weit über die Grenzen von Ostwestfalen-Lippe hinaus.

Der vorromanische Kirchenbau wurde um etwa 1000 nach Christi Geburt gebaut und gehört somit zu den europaweit seltenen noch erhaltenen kirchlichen Bodenbauten in Form eines griechischen Kreuzes.Innerhalb der Fundament- und Mauerreste der archäologischen Rarität fand man zudem eines der ältesten bekannten Familiengräber Deutschlands. Wissenschaftliche Untersuchungen der fünf Gräber ergaben, dass dort eine Frau mit ihren vier Kindern beerdigt wurde. Die Identität der Toten sowie die des Bauherren konnten anhand der wenigen bekannten historischen Quellen aus dieser Zeit allerdings nicht eindeutig geklärt werden. Der hohe architektonische Aufwand, der für den Bau der Kirche notwenig war, lässt jedoch vermuten, dass es sich um die sterblichen Überresten einer adelige Familie handeln muss.

Die mit Lehmmörtel gebundenen Bruchsteinmauern und Fundamente der Kreuzkirche sind besonders anfällig für Witterungseinflüsse, und es war schnell klar, dass sie einen Schutzbau erhalten sollten. Gleichzeitig sollte die Sehenswürdigkeit sichtbar und für Besucher zugänglich sein, weshalb man sich für ein transparent gestaltetes Schutzgebäude aus Glas entschied.

Die NRW-Stiftung war von der Bedeutung des Bodendenkmals und der Notwendigkeit seines Schutzes überzeugt. Das schwer zugängliche Gelände und die Architektur des Schutzbaues machten weitere Baumaßnahmen zwecks besserer Erschließung für Besucher notwendig. So konnten mit der Unterstützung der NRW-Stiftung ein behindertengerechter, die Glasfront umschließender Metallgitter-Laufsteg und ein Hochpodest gebaut werden. Beides erlaubt den Besuchern nun einen beeindruckenden Blick auf das kreuzförmige Fundament mit den fünf Grabstätten.

Kontakt:
Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Ostwestfalen e.V.
Kurze Straße 36
33613 Bielefeld
Telefon: 05 21 5 20 02 - 50
kontakt@gefao.de
www.gefao.de



Druckversion  [Druckversion]
Es gibt viele Gründe im Förderverein Mitglied zu werden. Welche?
Das erfahren Sie hier!
Gute Idee: Verschenken Sie doch mal eine Mitgliedschaft im Förderverein! [weiter]
Reiseführer der NRW-StiftungUnterwegs in NRW:
Mit den acht Reiseführern der NRW-Stiftung steht einer erlebnisreichen Reise durch Nordrhein-Westfalen nichts mehr im Wege.

[weiter zum Bestellen]


Abonnieren Sie die neuesten Informationen über die NRW-Stiftung. Melden Sie sich direkt hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an:

Hier gibt es tolle Spiele, spannende Rätsel, pfiffige Bastelideen und viele interessante Infos über NRW. Geht mit Nicki Nuss auf Entdeckungstour!
www.nrw-entdecken.de
Gehen Sie der Natur auf die Spur - mit den Biologischen Stationen in ganz NRW!
Bookmark and Share