SONDERPREISE DER NRW-STIFTUNG

LANDESWETTBEWERB ´UNSER DORF HAT ZUKUNFT´

 
 
 
1961 wurde der Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" ins Leben gerufen, und noch im selben Jahr folgte die Auslobung eines eigenen Landeswettbewerbes in Nordrhein-Westfalen. In den ersten Jahren ging es darum, den Wohnwert der Dörfer zu verbessern und ihre Lebensbedingungen denen der Städte anzugleichen. Inzwischen steht die Verbesserung der Zukunftsperspektiven in den Dörfern, die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und die Stärkung der regionalen Identität im Wettbewerb im Mittelpunkt. 2014/2015 findet der Landeswettbewerb bereits zum 25. Mal statt, heute unter dem Motto "Unser Dorf hat Zukunft".

Die NRW-Stiftung hat für den Wettbewerb mehrere Sonderpreise (Migration, Inklusion, Denkmalpflege, Naturschutz) bereitgestellt. Alle Preisträger wurden am 13. September durch Minister Remmel im Rahmen des Düsser Bauernmarktes auf dem Gelände des Versuchs- und Bildungszentrums Landwirtschaft Haus Düsse, Kreis Soest bekanntgegeben.

Die Abschlussfeiern mit Übergabe der Urkunden, Plaketten, Preise und Sonderpreise finden für den Landesteil Westfalen Lippe am Samstag, 14. November 2015 in der Schützenhalle in Geseke-Störmede, Kreis Soest, und für den Landesteil Rheinland am Samstag, 21. November 2015, in der Bürgerhalle in Straelen-Herongen, Kreis Kleve, statt.

Eine Übersicht aller Preisträger und weitere Informationen zu dem Wettbewerb erhalten Sie hier: www.dorfwettbewerb.de

Sonderpreis der NRW-Stiftung - für die Denkmalpflege
  • Beeck, Stadt Wegberg, Kreis Heinsberg
    Für den nachhaltigen Erhalt des Flachsmuseums, in dem es eine Zusammenführung von Denkmalpflege und Pflege alter Kulturtechniken gibt. Dies ist verbunden mit Flachsanbau im Ort, der Verarbeitung von Flachs sowie der Vermittlung dieser Kenntnisse an Kinder.
  • Fleckenberg, Stadt Schmallenberg, Hochsauerlandkreis
    Für den Aufbau und den kontinuierlichen Erhalt des alten Gebäudebestands, sowie für die Bereitstellung des Gebäudes als Besteckmuseum für die Öffentlichkeit. Dadurch wird das Gebäude, sowohl als Denkmal wie auch als Zeugnis einer alten Industriekultur zugänglich und erlebbar gemacht.
  • Holzhausen, Gemeinde Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein
    Für das Engagement der Dorfgemeinschaft für den Erhalt und die die Renovierung der vorhanden Denkmäler sowie für die sinnvolle Nutzung dieser Gebäude und der damit verbundenen Attraktivitätssteigerung für Bewohner und Besucher des Dorfes. Beispielhaft hierfür ist die "Alte Schule", die von der NRW Stiftung gefördert wurde. Der Preis wird auch vergeben für das Engagement, das weitere nicht denkmalgeschützte ortsbildprägende Gebäude erfahren haben.
  • Witzhelden, Stadt Leichlingen, Rheinisch-Bergischer-Kreis
    Für das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement zur Sanierung der Kirche "Der Alte vom Berg" und der Sanierung und Nutzung des Wasserturms und seines Umfeldes.
    Der Einsatz des Kirchbauvereins, der neben der Einwerbung von Drittmitteln auch eigene Mittel akquiriert und selbst Hand angelegt hat, ist besonders hervorzuheben. Der Wasserturm und der dazugehörige Bouleplatz ist ein Treffpunkt aller Generationen und das Nutzungskonzept bezieht Jugendliche, Senioren und Demenzkranke ein. Unter anderem wurden alte Obstsorten gepflanzt, Nist- und Fledermauskästen angebracht, wobei die Pflege der gesamten Anlage ehrenamtlich durchgeführt wird.
Sonderpreis der NRW-Stiftung - für den Naturschutz
  • Benroth, Gemeinde Nümbrecht, Oberbergischer Kreis
    Für die Freilegung und Wiederherstellung eines Quellbereichs und die Wiederherstellung eines Feuchtbiotops in einem Erlenbruchwald im Ort, sowie dessen Erlebbarmachung besonders für Kinder.
  • Kirchwelver, Gemeinde Welver, Kreis Soest
    Für den Einsatz vielfaltiger Maßnahmen im Natur- und Artenschutz. Zu den Maßnahmen gehört z.B. die Erhaltung der charakteristischen Vegetation an der Kirchmauer (Krautsaum). Der Preis wird auch verliehen für das Bewusstsein für die Bedeutung der Hecken im Ort und das Engagement im Bereich des Waldnaturschutzgebietes.
  • Merlsheim, Stadt Nieheim, Kreis Höxter
    Für die Neuanlage und die Pflege einer gebietstypischen Nieheimer Flechthecke als charakteristisches Landschaftselement sowie für die Anlage, die Erhaltung und die Pflege mehrerer Obstwiesen.
  • Merode, Gemeinde Langerwehe, Kreis Düren
    Für die Initiative zweier junger Frauen, innerhalb der Dorfgemeinschaft eine "Waldwichtelschule" zu etablieren, in der Kinder von sechs bis zehn Jahren aktiv die Natur entdecken und erleben können.
Sonderpreis der NRW-Stiftung - für Inklusion
  • Bürvenich, Stadt Zülpich, Kreis Euskirchen
    Für das Engagement der Dorfbewohner, behinderte Menschen insbesondere aus dem Heilpädagogischen Zentrum Lebenshilfe in die Dorfgemeinschaft einzubeziehen. Dies geschieht z. B. durch die Unterstützung des Karnevalsvereins der Lebenshilfe, bei deren Sitzung und durch die Veranstaltung des Sommerfestes, das inzwischen mehr als 400.000 Euro Erlös für Ferienmaßnahmen der Bewohner der Lebenshilfe eingebracht hat.
  • Hiddenhausen, Gemeinde Hiddenhausen, Kreis Herford
    Für die Initiative und das Engagement für das sozialpädagogische Projekt "Café Alte Werkstatt", bei dessen Umsetzung und Errichtung jugendliche Arbeitslose mitgewirkt haben; insbesondere dafür, dass einmal pro Woche Schüler/innen der Hauswirtschaftsklasse des Johannes- Falk-Haus (Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung) den Cafébetrieb im Sinne einer Schülerwerkstatt übernehmen und dabei z. B. auch ältere Menschen und Menschen mit Demenz bewirten und mit ihnen ins Gespräch kommen.
SonderSonderpreis der NRW-Stiftung - für Migration
  • Blessem, Stadt Erftstadt, Rhein-Erft-Kreis
    Für das langjährige hohe Engagement für das Flüchtlingsheim Radmacher Straße (ca. 150 Personen), beispielsweise durch die sehr gute Eingliederung in den Fußballklub, zuletzt, zum Ausdruck gebracht durch die Spendensammlung für 30 Fußbälle und 30 Kennzeichnungshemden. Beim Kauf der Bälle wurde darauf geachtet, fair produziert und gehandelte Waren einzukaufen. Darüber hinaus unterstreicht der langjährige Einsatz für tschernobylgeschädigte Kinder (seit 1993) die Hilfsbereitschaft der Blessemer.
  • Hoetmar, Stadt Warendorf, Kreis Warendorf
    Für das außerordentlich hohe Engagement der Dorfbewohner, Flüchtlinge und Neubürger zu integrieren, und intensiv zu betreuen. Zu den Angeboten gehören z.B. die Sprachförderung, die Vermittlung von handwerklichen Techniken (Fahrradreparatur) und die Begleitung bei Behördengängen.

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