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SCHIFFSBRÜCKE WUPPERMÜNDUNG

Von der alten Wuppermündung hat man einen schönen Blick in das Landschaftsschutzgebiet am Rhein zwischen Wiesdorf und Rheindorf. 
Foto: NRW-Stiftung
Von der alten Wuppermündung hat man einen schönen Blick in das Landschaftsschutzgebiet am Rhein zwischen Wiesdorf und Rheindorf. Foto: NRW-Stiftung
 
Die Schiffsbrücke ist seit dem 20.4.2014 wieder für Radfahrer und Spaziergänger geöffnet.
Foto: NRW-Stiftung
Die Schiffsbrücke ist seit dem 20.4.2014 wieder für Radfahrer und Spaziergänger geöffnet. Foto: NRW-Stiftung
 
Unter Deck der "Freiheit" gibt es ein kleines Bistro, das von Mitarbeitern der Diakonie und ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins Schiffsbrücke e. V. betrieben wird.
Foto: NRW-Stiftung
Unter Deck der "Freiheit" gibt es ein kleines Bistro, das von Mitarbeitern der Diakonie und ehrenamtlichen Helfern des Fördervereins Schiffsbrücke e. V. betrieben wird. Foto: NRW-Stiftung
 
Seit 1995 engagiert sich der Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung e. V. für sein Ziel – die Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung bei Rheinstromkilometer 703 als einmaliges Ensemble wieder herzustellen und zu erhalten. Die NRW-Stiftung unterstützte den Verein mit insgesamt 260.000 Euro.

Bis in die 1990er Jahre war die Schiffsbrücke an der alten Wuppermündung eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den nördlich der Wupper gelegenen Orten Monheim, Hitdorf und Rheindorf und dem südlich der Wupper gelegenen Wiesdorf. Große Schiffsbrücken am Rhein – zum Beispiel in Mülheim oder Koblenz – gab es noch bis zum Zweiten Weltkrieg. Inzwischen sind sie längst durch feste Brücken ersetzt worden oder aus dem Ortsbild fast ganz verschwunden. Lediglich die alte Schiffsbrücke in der ehemaligen Wuppermündung gibt es noch oder wieder. Sie ist in ihrer kulturhistorischen Bedeutung einzigartig in Deutschland.

Zunächst bestand die Anlage aus Holzbooten und einem Brettersteg, später aus Eisenpontons. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie gesprengt, danach wieder vom damaligen Besitzer Heinrich Gless aufgebaut. Nachdem die Schiffsbrücke bei einem Unwetter in den 1950er-Jahren zerstört worden war, kaufte Gless ausgediente Plattbodenschiffe und nutze sie statt Pontons als Tragkörper für die Steganalage. Nach dem Tod von Heinrich Gless, mehrmaligem Besitzerwechsel und Vandalismus drohte das Denkmal zu zerfallen, bis sich Bürger der Brücke und der Schiffe annahmen, um die Steganalage wieder zu errichten – ein Langzeitprojekt von mehr als 17 Jahren.

Inzwischen ist jedes der drei Brückenschiffe ungefähr hundert Jahre alt. Die NRW-Stiftung finanzierte eine vollständige Restaurierung der Schiffe, und mit weiterer Hilfe der Regionale 2010 haben der Klipper "Einigkeit", der Aalschokker "Recht" und die Tjalk "Freiheit" wieder Wasser unter dem Kiel. Bis zur endgültigen Fertigstellung wird es jedoch noch etwas Zeit brauchen. Der Klipper "Einigkeit" wird noch in einer Duisburger Werft restauriert. Zurzeit ersetzt ein Ver- und
Entsorgungsponton den Klipper als dritten Tragkörper unter dem Steg.

Am Ostersonntag wurde die Schiffsbrücke nach 17jähriger Vorbereitungszeit feierlich eröffnet. Fußgänger und Radler können nun wie früher über die Stege zwischen den Schiffen balancieren oder mit Blick ins Landschaftsschutzgebiet einen Imbiss genießen.

Mitarbeiter der Diakonie und ehrenamtliche Helfer des Fördervereins Schiffsbrücke e. V. bieten im Bistro auf der Tjalk "Freiheit" (Rheindorfer Seite) und im Kiosk auf dem Aalschokker "Recht" (Mitte) Getränke, Snacks und kleine Speisen an. Alles, was auf der Karte steht, ist "Bio". Auf dem Ponton (Wiesdorfer Seite) gibt es neben Toiletten, Tanks und Technikräumen einige Sitzplätze draußen.

An 365 Tagen im Jahr ist die Brücke jeweils ab 10 Uhr geöffnet. Bistro und Kiosk haben zwischen April und Oktober dienstags bis sonntags von 12 bis 20 Uhr und zwischen November und März samstags und sonntags von 12 bis 16 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen:
www.schiffsbruecke.com



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