Gebietsbeschreibung
Geographische Lage und naturräumliche Charakterisierung
Die Lippe, ein Flachlandfluss am südlichen Rand der Münsterländer Bucht, durchfließt auf ca. 50 Kilometern den Kreis Soest. Hier konnte die NRW-Stiftung in den letzten Jahren zwei Teilabschnitte der Lippeaue überwiegend erwerben: 1. Die Disselmersch, direkt westlich der Ortschaft Lippborg in der Gemeinde Lippetal gelegen, erstreckt sich auf einer Länge von ca. 2,5 Kilometer und einer Breite von bis zu 800 Meter beidseitig entlang des Flusses. 2. Die Hellinghauser Mersch, die zur Stadt Lippstadt gehört und westlich von dieser liegt, hat eine Längenausdehnung von ca. 3 Kilometer bei einer Breite von bis zu 1000 Metern. Die Flächen der NRW-Stiftung befinden sich vor allem linksseitig der Lippe
Bei beiden Gebieten handelt es sich um großräumige, überwiegend flache und feuchte Auengrünländer (meist Weidenutzung) mit einer Vielzahl von kleineren Auengewässern, einzelnen Rinnen und Nebenbächen. Vielfältige Vegetationsstrukturen mit Flutrasen, Röhrichtbereichen, Gehölzen, Staudensäumen und Brachflächen finden sich in den Auen ebenso wie kleinere Waldflächen. Ackernutzung wird nur noch kleinflächig in der Disselmersch betrieben. Sowohl in der Disselmersch als auch in der Hellinghauser Mersch befindet sich der allergrößte Teil der Flächen im Eigentum der NRW-Stiftung, zusammen sind das ca. 264 ha. Beide Teilgebiete sind Naturschutzgebiete.
Zu erreichen sind die Gebiete von Köln oder Düsseldorf über die A1 (A46 > A1) bis Kamener Kreuz, dort auf die A2 (Richtung Hannover) wechseln, auf dieser bis zur Ausfahrt Hamm-Uentrop. Von dort führt die L 822 (später B 475) in Richtung Soest direkt nach Lippborg (Disselmersch). Die B 475 quert vor Lippborg die Lippe. Ca. 500 Meter dahinter führt eine rechts abzweigende Straße am Südrand der Disselmersch entlang - ab. 2006 auch ein Rad-/Fußweg. Weiter entlang der Lippe Richtung Lippstadt liegt die Ortschaft Hellinghausen am Rande der Aue südlich der Lippe. Von Hellinghausen führen Spazierwege in die Hellinghauser Mersch.