Beschreibung der Fauna
Fauna
Von den Tieren sind nur vier Gruppen näher untersucht: Vögel, Schmetterlinge, Heuschrecken und Käfer. Insgesamt liegen zu 151 Tierarten Nachweise vor. Daran haben mit 54 Arten die Vögel den größten Anteil. Von diesen stehen 9 in der Roten Liste der gefährdeten Tiere von NRW, weitere 6 in der Vorwarnliste. Besonders bemerkenswerte und gefährdete Arten der Wiesentäler sind das Braunkehlchen (Saxicola rubetra: Irrgeister, Namenlose/Büre, Springebachtal), das Schwarzkehlchen (Saxicola torquata: Hillebachtal), der Wiesenpieper (Anthus pratensis: Irrgeister, Hillebach), der Neuntöter (Lanius collurio: Irrgeister, Namenlose/Büre) und der Feldschwirl (Locustella naevia: Namenlose/Büre).
Die Schmetterlinge mit 23 nachgewiesenen Tagfalter- und 12 Nachtfalter-Arten stellen eine zwei Tiergruppe von herausragender Naturschutzbedeutung im Gebiet dar. Hiervon stehen 8 Tagfalterarten in der Roten Liste NRW. Stark gefährdet sind der Große Perlmutterfalter (Argynnis aglaja), der Braunscheckige Permuttfalter (Boloria selene), der Kleine Ampferfeuerfalter (Lycaena hippothoe) und der Dukatenfalter (Lycaena virgaureae). Hinzu kommen attraktive, seltene Arten wie Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und Kaisermantel (Argynnis paphia). Bei den Nachtfaltern ist insbesondere der Nachweis des Kaiserbärs (Phragmatobia luctifera) im Namenlose-Tal hervorzuheben, denn diese Art galt bisher als in Nordrhein-Westfalen ausgestorben. Bemerkenswert sind auch die Vorkommen des stark gefährdeten Wegerichbär (Parasemia plantaginis). Vier weitere Rote-Liste-Arten, darunter das tagaktive Ampfer-Grünwidderchen (Adscita statices) sind im Gebiet nachgewiesen.
Von den 8 nachgewiesenen Heuschrecken-Arten ist die Kurzflügelige Beißschrecke (Metrioptera brachyptera) landesweit gefährdet. Die Käfer sind mit 46 nachgewiesenen Arten vertreten.