Beschreibung der Flora
Farn- und Blütenpflanzen
Mit bislang 364 nachgewiesenen Arten an Farn- und Blütenpflanzen ist das NSG Perlenbach-Fuhrtsbachtal floristisch sehr reichhaltig. Das wird unterstrichen durch die Tatsache, dass 64 Arten in der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen von Nordrhein-Westfalen stehen.
Von bundesweiter Bedeutung sind insbesondere die mit etwa 12 Millionen Pflanzen größten Bestände der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) in Deutschland, welche alljährlich Tausende von Besuchern anlocken. Hervorzuheben sind aber auch die Vorkommen der seltenen Heide-Wicke (Vicia orobus), die in Deutschland sonst nur noch im Spessart vorkommt.
Von landesweiter Bedeutung sind die reichen Vorkommen von Moorlilie (Narthecium ossifragum) und Nordischem Augentrost (Euphrasia frigida) sowie die Vorkommen von Rauschbeere (Vaccinium uliginosum), Moosbeere (Vaccinium oxycoccos), Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Sumpf-Läusekraut (Pedicularis palustris), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Meisterwurz (Peucedanum osthrutium), Arnika (Arnica montana), Rundblättrigem Sonnentau (Drosera rotundifolia), Wenigblütiger Segge (Carex pauciflora), Krausem Rollfarn (Cryptogramma crispa) und Kammfarn (Dryopteris cristata).
Moose und Flechten
Von der Projektgruppe Molluskenkartierung (1992) wurden im NSG Perlenbach-Fuhrtsbachtal 70 Moosarten nachgewiesene. Die Liste ist wohl noch unvollständig. Bemerkenswert sind Arten wie Calliergon giganteum und Sphagnum warnstorfii, die in der Roten Liste Deutschlands stehen.
Pilze
Etwa 25 Pilzarten aus unterschiedlichen systematischen Gruppen werden von der Molluskenkartierung (1992) als Zufallsfunde aufgelistet – viele weitere (etwa 300) sind zu erwarten.