WEGWEISER-PREIS

HERIBERT GENSICKI UND DER HEIMATVEREIN OTTENHAUSEN E.V.

Den Ehrenpreis des Fördervereins NRW-Stiftung überreichte der Fördervereinsvorsitzende Franz-Josef Kniola an Jürgen Krome, Heribert Gensicki und Jürgen Unruhe (v.l.n.r.).
Den Ehrenpreis des Fördervereins NRW-Stiftung überreichte der Fördervereinsvorsitzende Franz-Josef Kniola an Jürgen Krome, Heribert Gensicki und Jürgen Unruhe (v.l.n.r.).
"Wer sich bewegt, kann was bewegen" – unter diesem Motto ist Heribert Gensicki unterwegs, um die Heimatpflege und den Naturschutz in seinem Heimatort Ottenhausen voranzutreiben. Bereits 1981 wurde der Heimatverein Ottenhausen e.V. gegründet und hat sich von Anfang an sowohl für Natur als auch Kultur eingesetzt. Für sein hervorragendes Engagement wurde Heribert Gensicki, Vorsitzender des Vereins, im Jahr 2006 der "WegWeiser"-Preis des Fördervereins NRW-Stiftung verliehen.

Seit es den Heimatverein gibt, der heute rund 90 Mitglieder zählt, hat sich in Ottenhausen einiges getan: Alte Gebäude werden neu genutzt, Naturschutzflächen und Gewässerbiotope sind entstanden. So wurden beispielsweise Bruchsteinmauern für eine dorftypische Einfriedung neu gesetzt, Wege mit Schotterrasen anstatt Asphalt versehen und Dorfplätze und Häuserfassaden begrünt.

Eine uneinnehmbare Zuflucht war die Bauernwehrburg in der Mitte des Dörfchens Ottenhausen einst. Heute ist darin ein Heimatmuseum untergebracht.
Eine uneinnehmbare Zuflucht war die Bauernwehrburg in der Mitte des Dörfchens Ottenhausen einst. Heute ist darin ein Heimatmuseum untergebracht.
Das Engagement der Ottenhausener blieb nicht unbemerkt: Unter anderem wurde Ottenhausen 1992 als ökologisches Dorf der Zukunft und "Landes- und Bundesgolddorf 1993" ausgezeichnet. Auf der EXPO 2000 in Hannover durfte sich Ottenhausen sogar als "Ökologisches Dorf der Zukunft" vorstellen und präsentierte sich in diesem Rahmen auch auf der internationalen Grünen Woche 2000 in Berlin.

Mit der NRW-Stiftung ist der Heimatverein Ottenhausen bereits seit den Anfängen verbunden. Der Heimatverein und die Stadt Ottenhausen wurden sehr früh Mitglieder im Förderverein NRW-Stiftung. Die NRW-Stiftung unterstützte die Ottenhausener bei der Einrichtung eines Heimatmuseums, das sich in einer Bauernwehrburg aus dem 13. Jahrhundert befindet. Es vermittelt die Geschichte des Gebäudes sowie Teile der Ortsgeschichte an die Besucher. Mithilfe der NRW-Stiftung konnten außerdem 26 Hektar Feuchtwiesen erworben und Streuobstwiesen erhalten und neu gepflanzt werden.

Die historische Schmiedewerkstatt im Heimatmuseum der Bauernwehrburg wirkt, als hätte der Handwerker gerade seinen Platz verlassen.
Die historische Schmiedewerkstatt im Heimatmuseum der Bauernwehrburg wirkt, als hätte der Handwerker gerade seinen Platz verlassen.
Als besonderes Dankeschön für die große Hilfe durch die NRW-Stiftung organisierte Heribert Gensicki Konzerte des Heeresmusikkorps. Den Erlös aus diesen Benefiz-Konzerten spendete er an den Förderverein NRW-Stiftung: "Damit noch viele ehrenamtliche Initiativen von der Unterstützung der NRW-Stiftung profitieren!"


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